Neujahrsempfang der CDU Budenheim am 08.01.2018 im Bürgerhaus

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(ab) Am Montag, dem 09. Januar 2018, folgten viele Parteimitglieder und Gäste der Einladung des CDU-Vorsitzenden, Stephan Hinz, zum traditionellen Neujahrsempfang der CDU Budenheim im Kleinen Saal des Bürgerhauses.

Zu den etwa 50 Anwesenden zählten neben Bürgermeister Rainer Becker auch der Erste Beigeordnete Andreas Weil, CDU-Fraktionschef Albert Kohls, der Ehrenvorsitzende der CDU Budenheim, Wilhelm Hoock, der CDA-Vorsitzende des Kreises Mainz-Bingen, Helmut Halbritter, der Vorsitzende der Seniorenunion Budenheim, Dieter Jabkowski, der Vorsitzende des Budenheimer Vereinsrings, Matthias Meinke, der Vorsitzende der DJK Budenheim, Norbert Spitz, die Vorsitzende der Budenheimer Sportgemeinschaft BSG, Christel Thome, der Vorsitzende des Radfahrervereins Edelweiß, Roland Lang, der Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr, Mario Amadori, Claus Mertens von der Dalles-Ehrengarde sowie der Ortschronist Heribert Schäfer.

 

Foto nur Stephan

 

Als besondere Gäste hatten sich auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Ursula Groden-Kranich, der CDU-Landtagsabgeordnete und Ortsbürgermeister von Stadecken-Elsheim, Thomas Barth, und die neue Landrätin des Kreises Mainz-Bingen, Dorothea Schäfer, eingefunden.

Gastgeber Stephan Hinz hielt in seiner Begrüßungsrede Rückschau auf das Jahr 2017, indem er schlaglichtartig an viele politische, aber auch gesellschaftliche Ereignisse des vergangenen Jahres erinnerte. Anschließend gab er einen Ausblick auf die vielen noch offenen Projekte speziell in Budenheim wie die Verschönerung des Isola-della-Scala-Platzes, die Rathauserweiterung oder die zweite Anbindungsbrücke ins Industriegebiet. Für ihn persönlich aber werde es ein besonders spannendes Jahr werden aufgrund seiner Bürgermeisterkandidatur. Hierfür bat er um Unterstützung und dankte gleichzeitig allen Aktiven, die bei Wind und Wetter für Aktionen bereitstehen, Flyer verteilen und Plakate aufhängen.

Abschließend dankte Stephan Hinz mit Blumensträußen den Damen, die sich um die Vorbereitung des Neujahrsempfangs und die Erstellung des Buffets gekümmert hatten.

Nachdem er einen Trinkspruch für ein gutes Neues Jahr und eine weiterhin gute Zusammenarbeit ausgebracht hatte, übergab er das Wort an die Bundestagsabgeordnete Ursula Groden-Kranich.

 

Diese bezeichnete das vergangene Jahr als besonders anstrengend aufgrund der langen Wahlkampfzeiten für Bundestagswahl und Landratswahl, wobei sie Dorothea Schäfer für ihren Einzug als Landrätin beglückwünschte. Sie betonte, dass es den Deutschen insgesamt sehr gut gehe, insbesondere wirtschaftlich, und daher könne sie es nicht verstehen, wie unzufrieden viele Leute seien. Dies könne sie von Budenheim allerdings nicht behaupten, was sicherlich an der guten und bürgernahen Politik von Bürgermeister Becker liege. Viele Leute zögen gern nach Budenheim, weil es hier einfach angenehm und lebenswert ist. Mit Blick auf ihre Bundestagsarbeit fand sie es schade, dass die Jamaika-Verhandlungen gescheitert seien, in einem solchen Bündnis hätte man ihrer Ansicht nach die Flüchtlingssituation erfolgreicher verbessern können. Statt dessen habe man es in der Zwischenzeit mit der AfD als zusätzlicher Oppositionspartei zu tun, die sich zudem großteils destruktiv verhalte. Zum Schluss ihres Vortrags versprach sie Stephan Hinz ihre Unterstützung bei der Bürgermeisterwahl und schlug vor, noch vor dem Wahltermin in Budenheim in einer Art Bürgerforum zu aktuellen Themen sprechen zu wollen.

 

Dann übergab sie das Mikrophon an die neue Landrätin Dorothea Schäfer, die an diesem Abend genau 100 Tage im Amt war. Diese betonte ihre besondere Verbundenheit mit Budenheim, das bei der Erreichung ihres jetzigen Amtes wieder eine strategisch wichtige Bedeutung gespielt habe. Sie vertrat die Auffassung, dass die CDU unbedingt in Budenheim weiterhin den Bürgermeister stellen müsse, um die gute Entwicklung der letzten Jahre fortsetzen zu können. Dann gab sie einen kurzen Rückblick auf ihren politischen Einstieg als Landrätin. Sie fühle sich wohl in diesem Amt und sei von ihrem Vorgänger erstaunlich gut eingearbeitet worden. Allerdings habe sie realisieren müssen, dass wichtige Themen durch ständige Wiedervorlagen im Fokus gehalten werden müssen. Dies sei speziell bei der zweiten Anbindungsbrücke ins Budenheimer Industriegebiet der Fall, wo sie verfügt habe, dass es einen regelmäßigen vierwöchigen Austausch mit der Gemeindeverwaltung Budenheim geben müsse. Es seien zwar Gelder hierfür in den Haushalt eingestellt worden, es bedürfe jedoch zusätzlich der Unterstützung der Landesregierung, an der sie aktuell arbeite. Als weitere Kernthemen ihrer Politik bezeichnete sie insgesamt den Ausbau der Infrastruktur sowohl im Verkehrsbereich als auch etwa bei der Breitbandversorgung mit Internet, aber auch die Schulentwicklung, wo es wichtig sei, vielfältige Angebote zu entwickeln. Als klares Signal, dass die bisherige Kommunalpolitik dringend einer Änderung bedürfe, wertete sie das Scheitern des Vorstoßes der vorherigen Kreisregierung, eine Wohnungsbaugesellschaft auf Kreisebene zu etablieren. Dies sei Sache der Kommunen, die sie als Landrätin in dieser Hinsicht fördern wolle.

 

Dann übergab sie das Rednerpult an Thomas Barth, ihren Nachrücker als Landtagsabgeordneter. Dieser möchte seine Bekanntheit im Wahlkreis gerne verbessern und bot an, auch in Budenheim häufiger auftreten zu wollen. Der Bürgermeisterwahlkampf sei hierfür eine gute Gelegenheit. Sein Einstieg im Landtag sei für ihn ernüchternd gewesen. 26 Jahre SPD-Regierung hätten das Land in keinem guten Zustand hinterlassen. Für soziale Politik stünde die SPD für ihn schon lange nicht mehr: Schulen werden geschlossen und bei der öffentlichen Sicherheit werde nur geflickschustert. Und mit Geld könne die SPD bekanntermaßen ohnehin nicht umgehen. Von 50 Milliarden Euro, die vom Bund zur Unterstützung der Kommunen gekommen seien, habe die Landesregierung nur etwa 10 Milliarden zweckgebunden weitergegeben, der Rest würde für das Stopfen anderer Haushaltslöcher verwendet. Auch die Grünen könne er nicht wirklich ernst nehmen, zu naiv, blauäugig und ohne Fachverstand werde dort agiert, selbst wenn dies in guter Absicht geschehe. Und die AfD sei wahrlich kein Gewinn für die parlamentarische Arbeit. Er hoffe langfristig sehr auf eine Ablösung der Landesregierung bei der nächsten Landtagswahl zugunsten der CDU.

 

ThomasUrsula und Doro

 

Im Anschluss an diese Rede bedankte sich Stephan Hinz bei den Ehrengästen, beendete den offiziellen Teil der Veranstaltung und gab das von den CDU-Frauen wieder sehr liebevoll und dekorativ arrangierte Schnittchen-Buffet frei. In zwangloser Runde konnte man dann noch Gespräche in etwas privaterer Atmosphäre führen.

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